View unanswered posts | View active topics It is currently 20 Jul 2018, 23:51

Forum rules


Achtung! Wenn ihr Geschichten in diesem Forum postet, wird zunächst mal angenommen, dass ihr KEIN Problem damit habt, wenn andere Leute daran mitschreiben! Das bedeutet, irgendeiner kann einsteigen und euren Faden der Geschichte aufnehmen und sie mit einem Part von seinem Charakter weiterschreiben. Wenn ihr das ausdrücklich NICHT wollt, macht bitte eine OOC Notiz im Beginn des Postings.



Reply to topic  [ 17 posts ]  Go to page 1, 2  Next
 Beschützer 
Author Message

Joined: 08 Jun 2010, 20:46
Posts: 144
Reply with quote
Dieser Thread ist für Scherbe und Dhian. Er soll uns die Zeit überbrücken, die wir nicht fürs Rollenspiel mit diesen beiden Charakteren finden. Und all jene Lücken füllen, die notwendigerweise entstehen, wenn zwei Charaktere so stark miteinander in Verbindung stehen, wie diese beiden es tun - aber die Spieler hinter den Charakteren so selten Zeit dafür finden, wie wir es tun. :)

-------------------------------------------------------------------------------

Sie hockte mit den Füßen auf der Bettkante, das Kinn auf den Knien, die fahlhäutigen Arme um die Waden und die nachtschwarzen Flügel um sich geschlagen, und starrte gedankenverloren auf den Aukwi, der vor ihr auf dem Boden hockte, mit gesträubtem Gefieder und eingezogenem Kopf zu ihr auf starrte, die Pupillen im Weiß der großen Vogelaugen viel zu klein und ohne Spiegelung, stumpfglänzend wie Löcher, der Blick irr wirkend. "Ach du.", seufzte sie. "Was mach ich nur mit dir?" Der Aukwi schloß langsam und bedächtig das Lid über dem linken Auge, blinzelte einäugig und senkte dann den Schnabel, um in den Ritzen zwischen den Dielen zu puhlen, ohne den Blick von ihr zu nehmen. "Das geht nicht." Der Vogel hob den Kopf und blinzelte, dann steckte er ihn unter seinen linken Flügel und gab ein Knarren von sich. "Wo willst du zum Beispiel schlafen? Und wer macht deinen Unrat weg? Und wenn ich unterwegs bin, willst du mir die ganze Zeit nachlaufen? Ich kann mich nicht um dich kümmern. Du kannst im Kukuustall einziehen. Da bist du unter Vögeln." Sie schnaufte und der Aukwi sah sie mit halbgeschlossenen Augen an, kerzengerade hockend und einen konzentrierten Ausdruck von Aufmerksamkeit ausdrückend. "Ich rede mit einem Aukwi." Sie schüttelte den Kopf und starrte zurück mit durchdringendem Blick. "Es geht nicht." Ihr Körper spannte sich, ein bitterer Zug legte sich in ihr Mundwinkel. "Du würdest mich verraten. Du würdest noch genauso hinter mir herlaufen, wenn ich..." Der Aukwi schloß die Lider ganz und senkte den Schnabel, fuhr mit der Spitze eine Fuge entlang und knarrte. "Ich sollte dir den Hals umdrehen und den Argonauten einen saftigen Braten servieren." Ungerührt von ihren Worten pickte der Vogel Krümel auf. "Nein! Raus hier." Sie klang nüchtern und bestimmend, doch das Tier schien vollauf beschäftigt und vertieft in einige imaginäre Körner und bewegte sich keinen Zoll. Lang atmete sie aus, es klang resigniert: "Duuuhhh." Sie ließ sich aufs Bett auf den Rücken fallen, die Flügel dematerialisierend. "Aber sei still. Und du darfst nicht überall mit." Sie schloß die Augen, müde wirkend, und rollte sich auf die Seite. Der Aukwi hörte auf, mit dem Schnabel auf dem Holzboden herumzupicken, zog den Kopf ein, hob das rechte Bein und zog es ins Gefieder, die Lider fast geschlossen und ganz still.

Sie träumte.

    ... ein dunkler Flur. Bedrohung lauerte in den Schatten. Sie starrte auf das Ende des Flures. Eine Wand, vertäfelt mit dunklem Holz. Die Schatten wurden tiefer, füllten den Flur mit Schwärze und Unbehagen. Etwas... war da.

Der Aukwi sprang direkt auf ihren Bauch. Mit einem Satz war sie aus dem Bett, während der Vogel empört knarrend zu Boden plumpste, wobei seine zu kurzen Flügel wenig elegant, dafür hektisch schlugen. In der Mitte des Zimmers stehend starrte sie den Aukwi an. Ihr Herz schlug schnell und schmerzhaft, das Blut rauschte in ihren Ohren und sie nahm ihre Umgebung mit einer Klarheit wahr, daß sie unwirklich erschien...

    ... zu deutlich. Sie taumelte, die Welt schlierte auf....

Sie taumelte, als der Aukwi mit dem Kopf voran gegen ihre Beine rannte. Die Luft im Zimmer war eisig kalt und trug den Geruch von Schnee. Benommen schüttelte sie den Kopf und starrte den Aukwi verloren an. Sie kannte dieses Gefühl. Plötzliche Angst erfüllte sie, so umfassend, daß sie davon zitterte. Und dann schob sie es beiseite und tat das, was normale Menschen tun würden: sich waschen, anziehen, raus und an die Arbeit gehen.

Der Aukwi saß in der Mitte des Zimmers und puhlte seelig knarrend mit dem Schnabel zwischen zwei Dielen herum.


28 Sep 2010, 03:59
Report this post
Profile
User avatar

Joined: 07 Jul 2008, 21:26
Posts: 2394
Location: NRW
Legion/Guild: Argo Navis
Reply with quote
Als sie die Tür öffnete und schnellen Schrittes den Gand entlang lief, prallte sie auf Scherbe. Unbeweglich stand er da und sah sie an mit seinen verschleierten Augen, wie blind in ihre Richtung starrend.
Hast du mich nicht gespührt.
Er sah sie nur ruhig an, ausdruckslos wie eine Statue. Seine Stimme verriet nichts. Es war nicht einmal klar zu erkennen ob es eine Frage oder eine Feststellung gewesen war.
Dann, nach einer längeren Pause sog er leise aber hörbar die Luft ein - ein ganz normaler Atemzug, ohne Bedeutung, aber er zerriss die stoische Ruhe des marmornen Körpers und des langen Moments.
Was ist geschehen? Was hat dich berührt?
Er schwieg und stand ausdruckslos.

_________________
May Heaven smile and the Devil have mercy.

Image


Banner und Avatare von mr gibt's hier. ^^ Traut euch.


01 Oct 2010, 01:45
Report this post
Profile WWW

Joined: 08 Jun 2010, 20:46
Posts: 144
Reply with quote
Sie prallte tatsächlich fast gegen ihn und sah nun zu ihm auf in sein Gesicht, während ihre Gesichtszüge für einen Moment völlig entgleisten und in panischem Entsetzen schimmerten. Wieder war sie erfüllt von dieser überwältigenden Angst, die in keine bestimmte Richtung zielte, dafür aber alles ausfüllte. Als Scherbe ausatmete, atmete sie tief ein, versteifte sich, an ihn gelehnt. "Nein.", stieß sie heiser hervor. "Nur ein... Traum...", sprang ihr in fast kläglichem Ton über die Lippen. Ihr Blick klammerte sich an Scherbe fest und ihr Geist flüchtete auf ihn zu wie ein zu Tode verängstigtes Tier.


01 Oct 2010, 01:52
Report this post
Profile
User avatar

Joined: 07 Jul 2008, 21:26
Posts: 2394
Location: NRW
Legion/Guild: Argo Navis
Reply with quote
Er schloss für einen Moment die Augen und stellte die Atmung ein, so schien es. Er erstarrte vollkommen, mit ihm gefror der Moment, die Zeit hielt inne. Als er die Augen langsam wieder öffnete, waren sie klar und Azurblau und blickten sie direkt an. Er öffnete sich, bereit sie aufzunehmen und mit seinen festen, kristallenen Mauern zu umschließen, vor der Welt zu beschützen und alles Übel von ihr fern zu halten.

Rein äußerlich geschah kaum etwas. Scherbe stand unbeweglich dort, die Augen auf Dhian gerichtet. Weiter unten im Gemeinschaftsraum hörte man die dumpfen Geräusche der sich regenden Argonauten, wie sie aßen und langsam wach wurden, in ihren Tag hinein kamen.
Der Templer blinzelte nicht und hob träge die Arme ein wenig an, legte sie schützend um Dhian. Doch es dauerte eine gefühlte Ewigkeit.

_________________
May Heaven smile and the Devil have mercy.

Image


Banner und Avatare von mr gibt's hier. ^^ Traut euch.


01 Oct 2010, 01:57
Report this post
Profile WWW

Joined: 08 Jun 2010, 20:46
Posts: 144
Reply with quote
Sie schlüpfte wie gehetzt in das kristallschimmernde Rund, das nun keine Öffnung mehr hatte und sie mit sanfter Umarmung umschloß. Sie rollte sich ein, zog sich zusammen, machte sich ganz klein. Hier war nichts außer ihr selbst und Stille.

Als Scherbes Arme sich um sie legten, ging ein leichter Ruck durch ihren Körper, sie entspannte sich sichtlich und legt ihren Kopf auf den kalten Stahl von Scherbes Brustplatte. Zitternd hauchte sie den Atem aus und dann war alles still.


Sie ließ ihre Gedanken treiben, die Angst war verflogen, als hätte es sie nie gegeben. Sie fühlte sich vollkommen und absolut sicher. Langsam streckte sie sich aus und beschwor Erinnerungen herauf, ließ die inneren Bilder tanzen, bis sie wieder ein Mädchen war, das unbehelligt auf einer Schaukel saß und in einem Moment friedlichen Glücks schwebte.


Sie werden eine Weile dort so gestanden haben, während dieser Moment anhielt. Sie hob den Kopf, bis sie Scherbe wieder ins Gesicht blickte. "Mauer. Jemand muß wachen.", flüsterte sie leise und zerbrach damit die Stille im Gang, die so dicht war, daß man sie förmlich spüren konnte.


01 Oct 2010, 02:11
Report this post
Profile
User avatar

Joined: 07 Jul 2008, 21:26
Posts: 2394
Location: NRW
Legion/Guild: Argo Navis
Reply with quote
Er blickte sie einen Moment an mit diesen klaren Augen, die bis in ihr Innerstes blicken konnten, wenn sie es zuließ und nichts sonst sahen. Dann nickte er nur und senkte die stützenden Arme, entlies sie.
Er trat einen Schritt zurück, langsam und fast behäbig. Er ging sicher, dass sie alleine stehen konnte und er ihr jedes Bißchen ihres Bewusstseins zurückgegeben hatte, nichts verloren ging oder an ihm haften blieb. Dann wandte er sich langsam um und ging. Mit jedem Schritt den er sich von ihr entfernte, wurden seine Augen glasiger und milchig, verloren fast jegliche Farbe und der graublaue Schleier legte sich über sie. Er ging über den Dachsims zum Erker hinaus und breitete die matt grauen Flügel aus. Nicht so schwerfällig wie vielleicht anzunehmen wandt er sich aus dem Fenster und stieß sich mit den Füßen ab, steuerte mit trägen Flügelschlägen den Wehrgang an und landete darauf.
Der Wächter von Lingard begann seine Runde zu drehen.

Doch sein Blick ruhte nicht nur auf dem Firnfeld.

_________________
May Heaven smile and the Devil have mercy.

Image


Banner und Avatare von mr gibt's hier. ^^ Traut euch.


01 Oct 2010, 02:18
Report this post
Profile WWW

Joined: 08 Jun 2010, 20:46
Posts: 144
Reply with quote
Nur einen Moment lang blieb sie still noch stehen, während ihm tiefe Erleichterung und Dankbarkeit entgegenwogte, und folgte Scherbe mit ihrem Blick, bevor sie hinunter ging. Der Morgen brach an und mit ihm erwachte das Leben in Lingard. Sie stapfte durch den Schnee zum Gemeinschaftshaus, nur kurz warf sie einen Blick zu dem schwarzen Schatten hinauf, der über Lingard seine Kreise zog und wachte. Nun spürte sie ihn.

            Beschützer.

Sie schüttelt den Kopf, wischte sich mit der Hand übers Gesicht, hielt einen Moment vor der Tür des Gemeinschaftshauses inne und blickte in ihre behandschuhte Handfläche. Dann drückte sie die Tür auf. Aber irgendwo ganz tief in ihr flackerte etwas unsicher und war auf der Hut.


01 Oct 2010, 02:26
Report this post
Profile

Joined: 08 Jun 2010, 20:46
Posts: 144
Reply with quote
------------------------------------- einige Wochen später -------------------------------------

Sie war über den Stoffen eingeschlafen, ihr Gesicht in dämmergraues Gaze und nachtblaues Hocagewebe geschmiegt. Eingeschlafen aus purer körperlicher Erschöpfung, denn wirklich geschlafen hatte sie schon seit Wochen nicht mehr. Gedöst hatte sie, wenn sie auf der Mauer bei Scherbe stand, es war, als würden Teile von ihr träumen und andere Teile wachen.

Auch beim Nähen war sie nicht ganz bei sich, aber Woche um Woche hatte sie ihre freie Zeit damit verbracht, auf ihrem Zimmer zu sitzen und die teuren, seltenen Stoffe, die sie bei den Shugos gekauft hatte, zu einem Gewand zu verarbeiten. Und Bettdecken. Es war eine fixe Idee gewesen, die ihr während der langsam vertröpfelnden Stunden Wachdienst im Kopf herumgegangen war. Bei einem Besuch im Dorf überredete sie einen Bauern, sich eine Griffozucht zuzulegen. Sie versprach ihm, die Unterfellhaare zu kaufen, und zwar alle. Um ihm den Start zu ermöglichen, kaufte sie mehrere Säcke Wolle von ihm, die sie in Lingard zu dichtem, dünnlagigem Filz verarbeitete. Sie filzte Kräuter und Blüten mit ein, was ihren Decken einen beständigen leichten herbblumigen Geruch verlieh, der beruhigte und träumen ließ. Und schließlich nähte sie mehrere Filzlagen in dichtgewebtes Twispgewebe ein. Die Decken waren warm, hielten Feuchtigkeit ab und ließen sich gut zusammenrollen. Im Zweifelsfall konnte man sie auch als Zeltdach benutzen, zumindest Wind und Kälte hielten sie zuverlässig zurück, Regen tropfte nach einer Weile durch, aber man konnte nicht alles haben. Kurz: sie waren praktisch und ließen sich gut verkaufen. Als der Bauer seine erste Griffofellernte einbrachte, bezahlte sie ihm ein kleines Vermögen und machte noch mehr Decken. Diesmal machte sie die Fliese aber dünner und der Bezug war aus hochweißem Anathegewebe. Die Griffo-Decken waren leicht und warm, auch wenn sie keinen Regen abhalten konnten. Sie ließ sie nach Vanahal verkaufen zu völlig utopischen Preisen, aber wenn sie eine davon in der Woche verkaufte, hatte sie genug Kinah, um neue Materialien für das Gewand bezahlen zu können.

Das war auch so eine fixe Idee. Es war ein Gewand, das Dhian niemals tragen konnte, denn es war viel zu teuer und zu fein für sie. Sowas trug man höchstens in Vanahal oder zu öffentlichen Anlässen. Und sie würde tunlichst sowohl das eine als auch das andere meiden. Aber sie nähte es für eine Zukunft, für eine andere, die es würde tragen können, und sie webte all ihre Träume in den Stoff, stickte Muster aus Wünschen auf das Gewebe.

Der Aukwi hockte stets neben ihr und säuberte mit konzentrierter Begeisterung die Fugen zwischen den Dielen von nur in seinem Universum existierenden Kuchenkrümeln. Gelegentlich drehte er sich um ein Stück herum und streckte den Hals in eine andere Richtung, um an eine andere Fuge zu gelangen. Und alle paar Minuten hob er den Kopf und drehte ihn, äugte schräg hinauf in die Luft und schien zu lauschen. Wer genau hinfühlte, konnte das leichte Prickeln von Äther spüren und wer gut lauschte, konnte hören, wie ihr Atem leise Worte in die Welt trug. Aber außer dem Vogel und ihr war niemand da und so bemerkte auch niemand etwas. Selbst Scherbe spürte nur ihre entspannte Konzentration und ihr Träumen.

Es war nicht einfach gewesen, genügend Octasiden-Seide zu bekommen. Noch schwieriger gestaltete es sich, Farben zu finden, die den Seidenzwirn auch färbten. Unmengen Kinah waren in Töpfe und Fläschchen geflossen, während sie eine zuverlässige Färbung erfand. Ihre Hände waren kunterbunt gefleckt - aber auch das fiel niemandem auf, denn unter Leuten trug sie stets Handschuhe aus weichem Leder. Die Stoffe und die Ätherkristalle aus Balaurea waren eine Offenbarung für sie gewesen. Neben dem Nähtischchen, ein flaches, rundes Ding, das auf dem Fell vor dem Kamin stand, grad so hoch, daß sie davor bequem sitzen konnte, stapelten sich Bücher, Fachliteratur über die Flora und Fauna Balaureas, Schnittmuster und Nähkurse, einige Werke über Alchemie und Ätherverarbeitung. Überall ragten beschriftete Zettel heraus.

Der Aukwi blickte auf sie hinab, wie sie da schlafend neben dem Nähtisch lag, ihre Arme und Beine um das halbfertige Gewand geschlungen, als wäre es ein anderer Körper. Er beobachtete, wie sie träumte - und wie Äther sich um sie her zusammen zog und über sie legte wie eine Decke aus schimmerndem Licht, während die Luftfeuchtigkeit zu pulvriegem Schnee kondensierte und auf sie hinab rieselte. Duh plusterte sein Gefieder auf, denn es war schlagartig kalt geworden im Zimmer. Er zog den Kopf ein und äugte still auf die schlafende, träumende Gestalt.

Sie träumte...

    ... kalter Schaukelwind zauste in ihrem Haar, über dem Gras lag eine hauchweiße Schneedecke. Der Frost biss ihr in die Wangen und ließ ihre Augen tränen, aber sie schaukelte und war glücklich, und nur das zählte.


      ... grüne Zweige wurden mit roten Bändern und Kugeln geschmückt. In den Fenstern im Dorf leuchteten Kerzenflammen. Funken regneten vom Himmel, rotglühend, weißglühend, blauglühend. Hundert Stimmen ließen die Luft vibrieren, als sie im Chor ein Hochlied auf die Daeva sangen. Solorius.

        Solorius. Sie blickte in den Staub, den der Wind über den Weg trug. Blickte hinunter in das Dorf, sah nur Ruinen dort stehen, wo sie vor einiger Zeit ihr Elternhaus verlassen hatte, um zur Daeva aufzusteigen. Sie hatte nie mehr zurück kommen wollen. Aber sie hatte auch nicht erwartet, daß es nichts mehr gab, zu dem sie hätte zurückkehren können. Ihr wurde kalt ums Herz.

          Ein Schatten fiel auf den Weg, groß und breit. Ohne hinzusehen griff sie nach der Gestalt, die neben sie getreten war - und berührte blankkaltes Orichalcum. Langsam wandte sie den Kopf und sah den Mann an, der neben ihr stand und wohl sprach, zumindest bewegte er seine Lippen. Sie erinnerte sich... erinnerte sich, daß sie einmal dort mit ihm stand und sprach und dies die Erinnerung daran war, die sie träumte...



Ruckartig setzte sie sich auf und starrte durch den Aukwi durch mit leerem Blick. Schnee rieselte von ihren Schultern und aus ihrem Haar. Sie fröstelte kurz, dann raffte sie sich auf und packte alles in den Kleiderschrank, die Stoffe, die Bücher, das Tischchen rückte sie an die Wand. Der Schnee taute auf dem Leder ihrer Kleidung und auf dem Fell, hinterließ kleine Wassertropfen. Etwas mechanisch, aber konzentriert und mit Bedacht öffnete sie schließlich die Tür, schritt in den Flur und hinunter hinaus auf den Platz, um sich mit einigen Flügelschlägen hinüber zu Scherbe auf die Mauer zu begeben.


Last edited by Lunare on 16 Dec 2010, 07:59, edited 1 time in total.



16 Dec 2010, 07:44
Report this post
Profile

Joined: 08 Jun 2010, 20:46
Posts: 144
Reply with quote
OOC: Enarin, leider seh ich dich ingame immer nur, wenn du grad auslogst. Ich bräuchte aber Scherbe die Tage für RP. Wäre schön, wenn das vor Weihnachten klappt :) Ich weiß auch nicht genau, was geschehen wird und welche Folgen das u.U. haben könnte, lasse mich da selbst überraschen. Ausgangspunkt wird sein, daß Dhian ins Dorf geht, um ihre Geschäfte mit den Bauern zu erledigen. Es steht dir frei, ob Scherbe sie begleitet oder ob sie allein geht. Es wäre im letzteren Falle aber gut, wenn Scherbe zur Verfügung steht für den Fall das Dinge geschehen, die dazu führen, daß er prompt auf die Bildfläche springt. Wenns nach mir geht, gehen die beiden sowieso zusammen ins Dorf. :D


16 Dec 2010, 07:58
Report this post
Profile
User avatar

Joined: 15 Oct 2009, 22:46
Posts: 1675
Legion/Guild: Argo Navis
Reply with quote
Ich denke nicht, dass das vor Weihnachten noch klappen wird, weil Enja mit Grippe flachgelegt ist und aus RL Gruenden eher selten ins Forum schaut. Schreib ihm am besten mal einen IG Brief. Und schoen dass Du wieder IG kannst!

_________________
Image


16 Dec 2010, 11:37
Report this post
Profile
Display posts from previous:  Sort by  
Reply to topic   [ 17 posts ]  Go to page 1, 2  Next

Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 2 guests


You can post new topics in this forum
You can reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot post attachments in this forum

Search for:
Jump to:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Designed by ST Software for PTF.