View unanswered posts | View active topics It is currently 20 Jul 2018, 23:51

Forum rules


Achtung! Wenn ihr Geschichten in diesem Forum postet, wird zunächst mal angenommen, dass ihr KEIN Problem damit habt, wenn andere Leute daran mitschreiben! Das bedeutet, irgendeiner kann einsteigen und euren Faden der Geschichte aufnehmen und sie mit einem Part von seinem Charakter weiterschreiben. Wenn ihr das ausdrücklich NICHT wollt, macht bitte eine OOC Notiz im Beginn des Postings.



Reply to topic  [ 13 posts ]  Go to page 1, 2  Next
 Im Auge des Vasallen [Scaias Prüfung] 
Author Message
User avatar

Joined: 16 Sep 2008, 21:57
Posts: 1532
SWTOR: Tal'Mar, Phe'sha'ree
ESO: Vay'ra, Piunurashu
Reply with quote
Es ist noch nicht Abend aber trotzdem fällt nur schales Licht durch die vergitterten Fenster hoch an den Wänden in den dunklen Raum. Staub bevölkert die schmalen Lichtstreifen der Fenster. Dort, zwischen der düsteren Leere, wogt der Staub in kleinen Wolken und kriecht wie eine warme Decke über den steinernen Boden. Bunte Partikel machen das Wolkenmeer zu einem eigenen kleinen Ozean auf dem sogar kleine Papierschnipsel gleiten. Ganz als wäre die Luft hier dicker als draußen hinter den Wänden.
Schwere Schritte hallen von irgendwo außerhalb heran und drängen dem Staub eine andere Melodie auf. Sie lassen ihn erschüttern und treiben die Wolken auseinander. Das Schnarren eines schweren Schlosses schneidet die Stille und Trübe die die Dunkelheit vor sich herschiebt, und der Staub erstarrt. Fast träge öffnet sich die Türe einen Haar breit und der erste Lichtstrahl des Spalt nimmt das Leben aus dem Staub. Die Wolkenwelt fällt ineinander.

Mit einem gut gemeinten Tritt bricht Aristeides schließlich den Widerstand der Tür und schwenkt sie auf.
"Scheißding", brummt er vor sich hin. "Aber immerhin besser sie geht schwer auf als wenn ich alle paar Tage jemanden hier drin finde - was selbst für dieses Loch hier wahrscheinlich ist, solange es am Hafen liegt. .. Einen Moment noch." Vorsichtig beugt er sich in den Raum und steckt einen weiteren Schlüssel in das Schloss an der Wand neben der Türe. Der große grüne Stein im Blatt des Schlüssels verschwindet fast ganz in der Halterung und es klickt irgendwo tief in der Wand als er ihn dreht. "Ne Diebstahlsicherung - sicher ist sicher. Komm herein, Scaia." Über die Schulter winkt er ihrer schmalen Silhouette.

Im Licht der Türe sieht das Labor fast genauso aus wie das Labor in Lingard. Der gleiche überschwere geschlossene Tisch mit der starken, harten Tischplatte und den unzähligen Schubladen und offenen Fächern unter der Platte. Darauf die Reagenziensammlung mit Kolben, Destilliergefäßen, Brandschalen, Halterungen, Mörsern in verschiedenen Größen und Formen und sogar einem kleinen alchemistischen Ofen. Dahinter der große Kamin mit Halterungen für schwere Gestänge, Kessel und Auflagen. Daneben links und rechts in gutem Abstand vom Feuer Regale mit Behältern, frei liegenden Zutaten und wenigen Büchern und Kisten. Das Einzige was zu dem Eindruck so gar nicht passen mag ist der riesige Abstand vom Tritt der Türe bis zum schweren Labortisch und der sinnlos leere Raum darin. Es ist regelrecht unangenehm nur einen Schritt darauf zu setzen, als würde man einen dichten Wald verlassen und plötzlich vor einer dürren Ebene stehen.
Aristeides schiebt mit der einen Hand die Türe ins Schloss und mit der anderen Scaia ein Stück voran bis das freie Feld plötzlich gar nicht mehr groß und weit aussieht. Mit großen Schritten lässt er den Weg bis zum Tisch hinter sich und nimmt eine Flasche aus einer guten gefüllten Kiste auf einem Hocker zwischen Wand und Tisch. "Gleich haben wir auch Licht..." und gießt den Inhalt der Flasche in ein Becken das einen Schritt entfernt in die Wand gelassen ist. Ein paar Atemzüge hört man das Geräusch von vielen kleinen Blasen die platzen als die Flüssigkeit in den porösen Stein zieht. Dann erhellt sich langsam das Gestein über dem Labortisch und ein feines Netz von Adern darin, spendet genug Helligkeit um bequem am Tisch zu lesen.

"Das hier ist das Labor," deutet er mit einer großen Bewegung als wäre es nicht schon ohnehin klar. "Ich glaube ich habe hier alles was man für die Wahrheiten der mittleren Einweihung und für einige der größeren Wahrheiten braucht, und seitdem Aszael in Lingard alle Fächer aufgeräumt und beschriftet hat gibts auch hier Schildchen an den Sachen damit ich nicht doppelt verwirrt bin." Wie ein Fremdenführer im Halbschlaf geht er um den Tisch herum und deutet hier und da auf Reagenzien und Teile der Einrichtung um sie und Scaia mit Erklärungen und Warnungen zu beglücken bis er schließlich in der Mitte vor dem Tisch zum Halten kommt und zum ersten Mal zu Scaia aufschaut und sich kurz darauf nicht gegen ein schiefes Grinsen erwehren kann. "Ich glaub ich hab's ein wenig übertrieben oder? Na ja.."

"Ich habe dich hierher gebeten für einen Gefallen aber auch für eine Art Prüfung. Es ist nun schon eine ganze Zeit her das ich Nolava versprochen habe dir ein Lehrmeister zu sein. Eine Zeit in der du viel gewachsen bist, viel mehr als ich es für Möglich gehalten habe und viel mehr als du in irgendeiner Ausbildung hättest lernen können. Daher habe ich dich ziehen lassen. Denn dein eigener Schritt schien mir wesentlich schneller und stetiger als ich ich dich mit ein bisschen Ausbildung hätte antreiben können. Hilfe konnte ich dir bieten aber auch nicht mehr. Und jetzt, na ja, jetzt gibt es fast nichts mehr was ich dir beibringen kann weil du schlicht zu schnell warst." Er grinst, sagt dann aber wesentlich ernster: "Aber ich kann dir auch daher kaum etwas beibringen weil ich selbst kein guter Medicus bin .." Er nimmt sich Zeit und ergänzt dann aufrichtig und ein wenig traurig: "..für dich, eine Sterbliche. Denn auch wenn wir auf dem gleichen Boden kreuchen kommen wir aus verschiedenen Welten. Aion stellt an uns Prüfungen und gibt uns Aufgaben an denen wir lernen und wachsen können. So hat mir Aion mit vielen Prüfungen Auge und Hand für das Wissen um die Heilkunst der Daeva an den Daeva gegeben. Diese Kunst hat in den meisten Fällen mit dem Ätherkörper und anderem mystischen Kram zu tun und wenig mit der Heilkunst der Sterblichen. Kram den du für deinen Weg wenig brauchen wirst - auch wenn du vielleicht anderer Meinung bist." Er holt Luft. "Trotz des Gequassels über Grenzen gibt es aber noch etwas was du lernen kannst und womit du mir tatsächlich helfen könntest." Dann, anerkennend, ".. und das ich außer dir auch gerade keinem zutraue."

Aus einem Fach unter dem Tisch zieht er ein schweres Buch heraus und schlägt es an der Stelle mit dem Leseband auf. Er dreht das Buch in Scaias Richtung. Auf der ersten Seite ist ein verziertes stilisiertes Auge gezeichnet und darunter zieht sich lange erst eine Liste der Zutaten und dann gegen Ende der zweiten Seite eine Beschreibung wie das Objekt zu brauen ist.
"Das ist das Auge des Vasallen. Es ist ein Artefakt um Äther zu binden und ein mächtiger Gegenstand den man für viele große Wahrheiten braucht. Es sind im Moment Flüche in der Stadt unterwegs. Irgendwie hat es den Anschein als würde da was auf uns zukommen auf das wir besser vorbereitet sind. Daher brauche ich jemanden der das Auge braut während ich meine Kontakte nutze und Fassungen dafür auftreibe."

"Das Auge," Er macht eine Pause und zeigt mit der Linken passend drei Finger, während die Rechte auf dem Buch ruht. "..braut man in drei Schritten: Kern, Flamme und Veredelung."
"Der Kern ist ein Trank der immer wieder gebraut werden muss. Beim ersten Zubereiten wird er so lange gekocht bis nur ein kleiner Klumpen im Glas übrig ist. Das ist der Kern.
Dieser Kern wird in den alchimistischen Ofen hier auf dem Tisch gegeben. Dort reift der Kern danach über eine Stunde. Das ist die Flamme.
In dieser Zeit muss der nächste Trank gebraut werden. Dieses wird er allerdings nur so lange gekocht bis er dick wird. Dann nimmst du den Stein aus dem Ofen und gibst den Trank vorsichtig darüber. Das ist die Veredelung.
Die Veredelung und das Brauen des Trankes dafür, während der Stunde die der Stein im Ofen ist wird immer wieder wiederholt. Das allerwichtigste dabei ist das der Stein niemals den Ofen oder etwas anderes berühren darf. Der Ofen,"
und er öffnet den Verschluss an dem kleinen Ofen direkt neben ihm, " lässt den Stein frei schweben im Inneren. Aber du brauchst zum Entnehmen und Arbeiten diese hier.." Er öffnet eine Schublade direkt vor ihm und legt ein schweres Paar Handschuhe auf den Tisch. Die Handschuhe sehen aus als hätte jemand auf einen halb verbrannten Handschuh ein goldenes Skelett aufgebracht das den Knochen der Finger mit goldenen Spiegelbildern folgt und dann, für den Wert eines halben Schiffes, die Knochen mit Steinen besetzt. Die Steine funkeln schwach im Licht.

"Diese Handschuhe machen deine Hände immun gegen die Hitze des Ofens und sie bündeln in ihren Spitzen ein Ätherfeld das es dir ermöglicht den Stein später, wenn Schicht um Schicht der Flüssigkeit um ihn wabert, zu greifen als wäre er ein kleiner Ballon im Wasser. Es ist dann als würde er auf den Spitzen der Finger tanzen und doch wird er sie nie berühren. Aber, " Er atmet ein. "Es hat auch einen Haken. Damit die Handschuhe funktionieren zehren sie von deinem Äthervorrat. Je ungeschickter du den Trank aufgießt desto länger wirst du die Handschuhe tragen. Übertreibe es also nicht. Wenn die Zeit knapp wird und die Handschuhe an dir zerren, stecke den Stein wieder in den Ofen. Du lässt ihn dann einfach eine weitere Stunde im Ofen und versuchst es mit einem neuen Trank noch mal."

Mit der rechten Hand schiebt er das Buch ein Stück auf Scaia zu und entlässt es aus seinem Griff. "Nach ungefähr zwei Tagen des Brauens und veredelns, wenn der Stein fest und blank wie ein großer Edelstein ist, ist das Auge des Vasallen komplett und vollendet.
Die Prüfung besteht also aus zwei Teilen: Aushalten und stete Konzentration.
Für ersteres gibt es in der Schublade ein paar Tränke und eine weitere Tür an der Hinterwand zum einem Abort direkt in der Stadtmauer. Das Zweite liegt ganz bei dir."
Er wirft den Schlüsselbund neben die Handschuhe und das Buch wo sie klirrend aufschlagen. "Hier der Schlüsselbund. In einem der Truhen da hinten ist leichter Wein und getrocknetes Fleisch und Früchte. Alles wichtige steht in diesem Buch hier."

"Bist du also bereit dein Unglück beim Schopf zu packen, Scaia?" Er grinst.



-----------------------------------------------------

ooc: Ein langer "Monolog". Da ich weiß das der Zeitraum zum Ausspielen begrenzt ist, habe ich alle Informationen zusammen gepackt um einen stabilen Rahmen vorzugeben für das Experiment und die Prüfung. Leider war so wenig Platz für Scaia (auch weil ich ungern andere Figuren an die Hand nehme). Aber das darfst du jetzt nachholen.

Tell the story! \^^/

_________________
Image
Animated originals by Dusan Cezek

Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. - Salazar

Es ist immer noch Zeit für einen allerletzten Moment. - Der Tod


23 Aug 2011, 20:59
Report this post
Profile WWW
User avatar

Joined: 11 Jun 2010, 10:41
Posts: 672
Reply with quote
Mit großem Interesse beobachtet Scaia wie Aristeides die riesige Tür am Handelshafen in den Raum hinein trit. Sie schmunzelt und zögert doch zuerst etwas als er sie mit einem Lächeln in den Raum bittet.
Der Staub kitzelt in ihrer Nase, alles wirkt alt und so wertvoll.
Zu wertvoll das man es täglich benutzt.
Ihr Herz schlägt höher, stark in ihrer Brust, schießt ihr das Blut in dem Kopf und macht sich mit leisem Rauschen bemerkbar.
"Es ist unglaublich hier."
Dankbar und sichtbar erleichtert beobachtet sie Ari wie er die Falle entschärt und folgt dann seinem kleinen Rundgang durch das Labor.


Das Buch liegt aufgeschlagen vor ihr. Die Seiten sind vergilbt und die Schrift könnte auch nachgezogen werden.
"Wie passend das Saevi mir erst vorgeschlagen hat mich auf meinen eigenen Äther zu konzentrieren wenn er mit mir mit diesen Dingern abgezogen wird", denkt sie bei sich als Ari ihr das mit den Handschuhen erklärt. Sie sehen verdammt schwer aus und gruselig. Für Scaia haben sie etwas abstoßend hässliches trotz dem Prunk der Steine die im Licht der Wände glitzern.
"Zwei Tage?" Scaia schaut sich das Bild im Buch genauer an. Der Stein ist sehr klein. Die Schichten müssten hauchdünn sein wenn man ihn so lange übergießen muss bis er diese Form hat.
Sie geht die Liste der Zutaten durch und erinnert sich das Ari ihr jede davon bei der Führung gezeigt hat. Es wird also kein Problem sie zu finden.
"Ich kann direkt anfangen oder? Ich meine wenn du ihn schnell brauchst und zwei Tage dafür nötig sind."
Scaia dreht sich am Tisch um und läuft auf die Regale zu.
Stolz wabbert in ihr auf als sie nach den Fläschen greift und Aris Spiegelbild in ihnen zu sehen ist. Sein Vertrauen in ihr Können, seine Worte entfachten in ihr den Mut an sich zu glauben.. daran zu glauben das sie den Stein herstellen kann.
Als sich Scaia mit beiden Armen voller Reagenzien umdreht ist Ari verschwunden.


Der Kessel brodelt leise und es stinkt.
"Von dem Geruch hat er aber nichts gesagt und es steht auch nicht in dem Buch. Man hätte ruhig reinschreiben können: Die Herstellung des Auge des Vasallen stinkt so sehr das es in den eigenen Augen weh tut."
Während Scaia dem Gebräu zuschaut wie es langsam dickflüssig wird, kleine Rauchschwaden aufsteigen und es fröhlich vor sich hinblubbert denkt sie nach.
"Was muss eine Heilerin haben damit Aion sie für würdig ansieht. Welche Hürden muss man bestehen damit man auserwählt wird. Muss jeder die gleichen Hürden überspringen oder muss jeder seinen eigenen Graben überschreiten?
Nola sagte mal das es schwieriger ist sich selbst zu vergeben als anderen, weil man mit sich selbst leben muss und andere verlassen kann.
Besonders als Daeva sollte man mit sich selbst im reinen sein, da so ein entloses Leben hart sein kann wenn man sich selbst hasst.... Lielan und ihr Selbstzerstörungsdran, Corven mit dem Blick der tötet, Luxi und ihre Leichtigkeit und somit ihr Verständnis für die Geister.. Jeder hatte etwas das er benutzen konnte seine Aufgaben als Daeva zu erledigen."

Wieder einmal mehr dankte sie Aion dafür das Nola sie mitgenommen hatte und zu den Daeva brachte für die sie ihr sterbliches Leben gerne aufgab, wenn sie einen Nutzen davon hätten. Sie dankte Corven für die Worte in der Bücherei, Lielan für das Gespräch unter vier Augen das sie wieder zu dem Punkt brachte an denen sich beide neu begegnen konnten, das es Luxi gab die mit Temperament um sich schmiss und nun dankte sie auch Red.. gerade ihm, den sie Tütchen nannte dankte sie dafür das er ihr gezeigt hatte das Liebe keine Grenzen kennt.

Im Topf knisterte es und Scaia schreckte aus ihren Gedanken auf. Am Grund des Glases hing der Rest.. der Kern. Sie griff hinein und zuckte im letzten Moment zusammen.
"Die Handschuhe.. jetzt beginnt auf jeden Fall der Teil mit der Konzentration"
Sie zog die Handschuhe an die wirklich genauso schwer waren wie sie aussahen und packte den kleinen Klumpen in den vorgewärmten Kessel. Er schwebte tatsächlich darin.
Die Kälte die sich von den Handschuhen über ihre Arme ausbreitete lies Scaia einen Schauer über den Rücke jagen.
Ihre Arme fühlten sich schwerer, ihre Muskeln etwas müde an obwohl sie die Handschuhe nur kurz getragen hatte. Es würde doch schwerer werden als sie dachte. Zwei Tage lang jede Stunde dieser Dinger einmal tragen. Ihr wurde flau im Magen und das erste Mal seit sie Ari gefolgt war hatte sie Angst zu versagen.

Nachdem sie den Kern in den Kessel gepackt hatte zog sie die Handschuhe wieder aus und machte sich daran einen zweiten Trank zu brauen. Scaia nahm sich ein neues Reagenzglas und befüllte es genau nach der Liste der Zutaten im Buch. "Bis es dickflüssig ist hatte Ari gesagt", flüsterte sie leise vor sich hin. Als das Gebräu leise vor sich herköchelte und sich wieder der stinkende Geruch bildete erinnerte sich Scaia an die Kiste mit dem Essen.
Sie nahm sich etwas Trockenfleisch darauf und las das Etikett auf der Flasche.
"Irgs auch noch trockener Wein, da bleib ich ja vor Eckel an den Gedanken das zu trinken wach." Trotzdem nahm sie einen kleinen Schluck, schüttelte sich vor Eckel, steckte sich noch ein Stückchen von dem Fleisch in den Mund und ging zurück zum Glas in dem der Trank für die erste Veredelung blubberte....

_________________
"Bedenke das die menschlichen Verhältnise insgesamt unbeständig sind,
dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein."

"Zum Glück bin ich Daeva..."


25 Aug 2011, 17:00
Report this post
Profile
User avatar

Joined: 16 Sep 2008, 21:57
Posts: 1532
SWTOR: Tal'Mar, Phe'sha'ree
ESO: Vay'ra, Piunurashu
Reply with quote
----------------------------------------------------------------------------
ooc.: Sehr sehr schön - mehr kann ich nicht dazu sagen. Mein Herz schlägt für
Scaia =)

_________________
Image
Animated originals by Dusan Cezek

Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. - Salazar

Es ist immer noch Zeit für einen allerletzten Moment. - Der Tod


30 Aug 2011, 22:15
Report this post
Profile WWW
User avatar

Joined: 11 Jun 2010, 10:41
Posts: 672
Reply with quote
"Müde.. so müde... ich will schlafen.. müde... jetzt einfach nur schlafen."
Scaia zog die Handschuhe aus. Sie fielen mit leisem, dumpfen Geräusch auf den Tisch und der Kessel klirrte leise.
Der zweite Tag war fast um, das Trockenfleisch war leer und ihr Magen knurrte laut.
"Ari müsste sicherlich bald kommen mit der Fassung. Ich will endlich was ordentliches essen."
Scaia trank den letzten Schluck vom Wein und schüttelte sich. Noch immer konnte sie sich an den Geschmack nicht gewöhnen, an das trockene Gefühl was auf der Zunge blieb und an das Kratzen im Hals.
Irgendwie roch der Wein auch komisch... sie freute sich auf einen Otomblisssaft aus der Taverne.
Die Flüssigkeit war dickflüssig und bereit erneut über den Kern gegossen zu werden. Kaum hatte sie einen Handschuh angezogen überkam Scaia die Müdigkeit. Ihre Glieder wurden schwer und der Arm mit dem Handschuh sank, lag auf dem Tisch und fühlte sich so schwer an wie aus Adamantium gegossen.
Scaia knurrte leise und hob den Arm erneut an, die Flüssigkeit blubberte und rauchte weiter vor sich hin.
"Ich muss mich beeilen sie darf nicht fest werden." In Scaias Kopf ratterte es fast hörbar. Die Handschuhe waren nach diesen zwei Tagen so schwer geworden, sie war müde, hungrig und ungeduldig inzwischen.
Wie sollte sie es schaffen die Arme zu heben wenn ihre ganze Kraft inzwischen weg war?
Scaia schloss die Augen und hörte in sich hinein....

Ihr Blut rauschte leise, wie das Wasser über Steine. Leise, sanft und doch voller Kraft und Schnelligkeit.
Ihr Herz klopfte im Rhytmus, stetig im gleichen Ton.
Es war fast so als würde das Klopfen leise Worte unterstreichen die immer lauter wurden. Die Stimme war sanft, zart wie Wind der einem die Haare ins Gesicht weht.
"Es gibt zahllose Definitionen und Konzepte von Weisheit, die sich in der Regel in den Spannungsräumen zwischen Wissen und Intuition, Verstand und Gefühl, Reife und Kindlichkeit, Klugheit und Torheit bewegen. Weisheit zeugt von außergewöhnlicher geistiger Beweglichkeit und Unabhängigkeit. Sie befähigt ihren Träger, systematisch Dinge
zu denken, wie zum Beispiel eine weise Erkenntnis,
zu sagen, wie zum Beispiel ein weiser Rat oder
zu tun, wie zum Beispiel ein weises Verhalten,
die einem „Normalsterblichen“, der die Dinge weniger gründlich und tiefschürfend durchdenkt, nicht in den Sinn kommen.
Bei näherer Betrachtung und umfassender Würdigung aller Umstände, manchmal auch erst mit zeitlichem oder räumlichem Abstand, erweisen sich diese Überlegungen, Äußerungen und Handlungen jedoch als „richtig“, zutreffend oder „wahr“
Bist du bereit Scaia die Weisheit zu nutzen und immer zu überlegen ob es richtig ist zu denken, zu sagen oder zu tun und dann die Entscheidung zu treffen die notwendig ist? Lumiels Weg wird dich mit Weisheit segnen...


Die Stimme klang ab und es blieb der Schauer auf ihrer Haut und das Kribbeln in ihrem Bauch. Scaia fühlte eine Kraft in sich, eine Sicherheit und ein Wohlwollen. Sie zog die Handschuhe, ihre Arme waren immernoch schwer und taten furchtbar weh.. doch nun wurden sie von schwarzen Feden gestützt. Wie in einem Bett aus sanften, weichen Federn wurden ihre Hände mit den Handschuhen gehalten. Mühelos konnte Scaia die Flüssigkeit über den Kern gießen und die letzte Veredelung abschließen.
Als sie fertig war zog sie die Handschuhe aus.. doch die Federn waren immernoch da.
Scaia blickte über ihre Schultern und erkannte das die Federn zu Schwingen gehörten die ihre waren.
"Was zum... bei Aion!"
Scaia drehte sich um, erfüllt von Freud und Stolz das sich ihre Schwingen noch spreizten und ein paar Reagenzgläser von den Regalen hauten.
"Ari... komm schnell her."
Mit stolzgeschwellter Brust wippten die Schwingen in voller Größe auf und ab und Scaia blieb stehen wo sie war.. den Kessel wollte sie auf keinen Fall umwerfen.

_________________
"Bedenke das die menschlichen Verhältnise insgesamt unbeständig sind,
dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein."

"Zum Glück bin ich Daeva..."


02 Sep 2011, 15:26
Report this post
Profile
Argonaut
Argonaut
User avatar

Joined: 13 Aug 2009, 21:05
Posts: 1493
Reply with quote
**********************++
OOC: Nice,... realy realy realy realy nice! *_*

_________________
Image


02 Sep 2011, 16:27
Report this post
Profile
User avatar

Joined: 11 Jun 2010, 10:41
Posts: 672
Reply with quote
ooc:
danke danke danke :P

_________________
"Bedenke das die menschlichen Verhältnise insgesamt unbeständig sind,
dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein."

"Zum Glück bin ich Daeva..."


02 Sep 2011, 17:34
Report this post
Profile
User avatar

Joined: 16 Sep 2008, 21:57
Posts: 1532
SWTOR: Tal'Mar, Phe'sha'ree
ESO: Vay'ra, Piunurashu
Reply with quote
Äther flutet den Raum und dünne Linien schneiden den Umriss eines schweren Kisks aus dem Stein der gegenüberliegenden Mauer und entlassen zwei rote Augen ins undurchsichtige Nichts.
Ein erster, kräftiger Schritt durchdringt das schummrige Dunkel neben der Tür und Schatten tropfen vom übrigen Körper zurück zum verloschenen Gestein und geben den kräftigen Körper von Aristeides frei.

Dumpf hallt seine Stimme durch den Raum.

"Neugeborene in Azphels Schatten. Ich sehe die Weißheit Lumiels und den Zorn Zikels in dir und die dunklen Schwingen als Insignien deines Lehens.
Du hast deine Sterblichkeit für Aions Ruf gegeben und nun fließt der gleiche Äther in unseren Adern. Ich erkenne dich als meine Schwester, Scaia und du hast deine Prüfung bestanden.
"

_________________
Image
Animated originals by Dusan Cezek

Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. - Salazar

Es ist immer noch Zeit für einen allerletzten Moment. - Der Tod


05 Sep 2011, 18:07
Report this post
Profile WWW
User avatar

Joined: 16 Sep 2008, 21:57
Posts: 1532
SWTOR: Tal'Mar, Phe'sha'ree
ESO: Vay'ra, Piunurashu
Reply with quote
Eine Spur Nostalgie huscht über sein Gesicht und mit einem Mal sieht er regelrecht traurig aus. Dann siegt ein breites glückliches Lächeln mit ordentlich Stolz darin und er wandert die paar Schritte durch den Raum zum schweren Labortisch.

"Daeva Scaia", lässt er sich auf der Zunge zergehen.
"Es sieht so aus als hätte ich das richtige Gefühl bei dir gehabt. .. Und vielleicht auch Nolava, wenn sie sich dem wohl auch nicht bewusst war." Er mustert sie.

"Und was nun, Scaia.. Wie fühlst du dich, was sind deine ersten Gedanken? Man sagt der Aufstieg in einer Meisterprüfung ist der erhabenste. Ganz anders als der im Kampf oder Tod, wo der Schock so groß ist das die meisten sich später nur vage daran erinnern."

"Hast du gespürt wie du die Ketten gesprengt hast?" Er lächelt.


--------------------------------------------------------------------------------------
ooc.: Es gibt noch eine Hand voll Sachen die ich gerne hier, wo es vielleicht auch den anderen etwas gibt, mit dir ausspielen würde - wenn du magst.

_________________
Image
Animated originals by Dusan Cezek

Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. - Salazar

Es ist immer noch Zeit für einen allerletzten Moment. - Der Tod


13 Sep 2011, 12:09
Report this post
Profile WWW
User avatar

Joined: 11 Jun 2010, 10:41
Posts: 672
Reply with quote
Scaia streckte sich, ihre Hände, jeden einzelnen Finger streckte sie aus.
Die Federn ihrer Schwingen raschelten leise, spreizten sich nochmal kurz und verschwanden dann.
Erst jetzt merkte sie wieder Müdigkeit in sich aufkommen.
Müdigkeit von den letzten zwei Tagen.. und Hunger. Lust nach richtigem Essen, nicht nur Trockenfleisch.
Stolz blickte Scaia Ari an.

"Was ich gespürrt habe. Ich.. hmm. Es war sehr viel Stolz auf einmal in mir als ich die Stimme hörte. Die Stimme dir mir erklärte welchen Weg ich einschlagen kann und gleichzeitig mir aber auch vor Augen führte was ich hinter mir lassen muss. Die Sorglosigkeit einfach das zu tun was ich tun will.. ich muss und werde *sie lächelt sehr sanft* meine Entscheidungen mit Weisheit fällen.
Aber Ari, unter uns. Es hat sich gut angefühlt, wie als sei ich wirklich etwas Besonderes."


Scaia betrachtete den Stein, fertig in seiner Vollendung wie er da so in dem Kessel schwebte und auf seine Fassung wartete.

"Was hast du jetzt eigentlich damit vor?"




..........................
ooc: Gerne! Hab die ganze Zeit überlegt was ich denn jetzt dazu schreibe. Bin gerne bereit hier noch mehr mit dir zu machen =)

_________________
"Bedenke das die menschlichen Verhältnise insgesamt unbeständig sind,
dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein."

"Zum Glück bin ich Daeva..."


13 Sep 2011, 15:11
Report this post
Profile
User avatar

Joined: 16 Sep 2008, 21:57
Posts: 1532
SWTOR: Tal'Mar, Phe'sha'ree
ESO: Vay'ra, Piunurashu
Reply with quote
"Du hast die richtige Intuition, Scaia. Etwas besonderes sein und dafür etwas zurück lassen. Genau das ist die Essenz des Aufstiegs - wenn es auch n' bisschen platt von mir zusammengefasst ist." Er grinst.
"Du hast einiges hinter dir gelassen und ... leider wirst du noch mehr zurück lassen in den Jahren die noch kommen. Verlust ist das Eisen das die Daeva zu dem schmiedet was sie sind - Beschützer, Krieger, Wächter, Pagen der Ewigkeit." Müde liegt das Lächeln in seinem Gesicht, müde vom Tag, müde von den Vergangenen und müde von denen die noch kommen.

Er denkt zurück. Wie war sein eigener Aufstieg. Schmerzhaft? Ja. Vorherzusehen. Ja. Notwendig? .. Ja, so wie der Tod. Er wischt den Gedanken zur Seite. Er hatte viel gelernt in den Jahren seit dem aber es gab wenig was sich so eingebrannt hatte wie das woran er dachte - was ihm zu spät bewusst geworden war, zu spät weil er es da schon verloren war.

"Scaia. Es gibt eines was ich dir unbedingt weiter geben möchte, eine Erkenntnis, ein Kleinod und eine Warnung. Du hast selbst gesagt das nun etwas hinter dir liegt und damit liegst du richtig aber es gibt an diesem Gedanken mehr als dir lange bewusst sein wird und daher sage ich es dir jetzt. Du hast deine Menschlichkeit gegeben und dafür gab dir Aion den Körper eines Daeva. Nick ruhig denn es ist offensichtlich." Er grinst. "Aber führ dir auch vor Augen was das heißt. Dein Körper ist neu geboren. Er ist ein Geschenk an dich. Aion formte ihn aus dem Äther und aus dem Äther wird er mit deiner Seele zurück kommen wenn der Tod dich berührt..."

"Aber es ist nicht mehr dein Körper."
Ernst sieht er sie an.

"Heute Abend wenn die Müdigkeit kommt und die Ruhe dich aufs Lager drückt, schau dich genau an. Falten die aus Bewegung geboren werde, Narben an die du wenig denkst und ein kleine Wunden und Hautfärbungen die so klein sind das man sie ohnehin gar nicht mehr wahrnimmt... sie werden weg sein.
Es kommt ein bisschen darauf an wie sehr du ein Bild von dir hast und es gibt Wunden in denen Schmerz und Glück liegt und die nicht gehen. Aber das meiste im Kleinen wird weg sein. Und es hat auch einen Grund..."
"Es ist nicht mehr dein Körper."
"Aion hat ihn zerlegt und aus Äther neu zusammengesetzt. Er ist der Schlüssel dazu mehr und mehr aufzusteigen und es wohnt kein Tod mehr in ihm aber er ist nicht mehr der alte."
"Es sind Nuancen die deinen menschlichen Körper wahr gemacht haben, der Tod ist eine, die Gezeiten, die Natur um dich, Essen, Drogen, Rausch, Liebe, sind andere."
"All das hat in ihm gewohnt und Spuren auf ihm hinterlassen und all das ist mit ihm gegangen. Was bleibt ist das hier"
, er zeigt auf sein Herz, "und das", er zeigt an seine Stirn.
"Und beides muss nun den Körper auf immer neu füllen. Bist du leer ist dein Körper leer und er wird dich nur an dich erinnern wenn du in den Spiegel schaust und dann auch nur wenn das Bild das du siehst etwas in deinem Geist weckt."


"Darum ist Vergessen unser Feind."

"Das, ist der Schrecken der Unsterblichkeit und das ist vielleicht das größte Opfer das du gibst." Schwer fühlt er sich, sein Gesicht leidet mit den Worten aber es ist auch geradezu leer hinter dem stechenden Blick seiner Augen die im schalen Licht schwach leuchten.
Er sieht in den Kesselofen, auf den Stein, auf den Schimmer der ihn umgibt und wendet so den Blick von Scaia ab als wäre es ihm selbst unangenehm die Wahrheit so ausgesprochen zu haben.

"Du hast nach dem Stein gefragt."
"Er ist ein Speicher für Äther und für Formen die man dem Äther aufgeprägt hat. Eigentlich habe ich vorgehabt ihn zu laden auf das jemand wie Kinsey eine Beschwörung darauf prägen kann aber im Moment ... "
Er stock, bricht ab und streift sich den schweren Handschuh über, greift nach dem Stein und hält ihn zwischen Scaia und sich.

"Im Moment enthält er etwas viel wertvolleres."
"Sieh ihn dir an, Scaia."
"Du hast die letzten Tage Schicht für Schicht auf ihn aufgetragen. Aber nicht nur das. Von deiner Hand, aus deinem Äther hast du ein Stück von dir für seine Erschaffung gegeben und damit hast du etwas von dir auf ihn geprägt. Gefühle, Regungen, Gedanken - wie ein schwaches Abbild deiner Selbst."
"Normalerweise würde ich ihn nun mit Äther laden um das alles zu tilgen. Damit man nicht seinen Erschaffer in ihm spürt, so wie man manchmal einen anderen Daeva spürt wenn man ein Stigma trägt. Aber jetzt mag ich ihn dir so geben. Für dich. Damit du ein wenig länger dein altes Leben in ihm spüren kannst... auch wenn es wohl nicht für immer aus im spricht, denn in diesem alten Leben warst du nur ein Mensch."


Aristeides greift in seine Tasche und zieht eine Kugel an einer Kette daraus hervor. Die Kugel ist geteilt und aufgeklappt. Es sieht aus als wäre das Schmuckstück aus silbernen Bändern geflochten und zwischen den Bändern kann man immer wieder hindurch sehen. Vorsichtig, bedacht das Auge, den Ätherspeicher nicht zu berühren, lässt er die kleine Kugel in die silberne Fassung gleiten. Er schließt die Hand so dass die Kugelhülle sich um das Auge schließt und dreht einen schmalen Ring am Glied zwischen Kette und Anhänger bis der Bänderkäfig verschlossen ist und nur noch der schwache Schein, durch die Lücken in den Bändern, vom Auge im Inneren zeugt.

"Hier," er reicht die Kette Scaia. "Ein Stück von deinem alten Leben."

"Ich wollte den Stein für einen Funken mehr gegen das Chaos im ewigen Krieg. Aber mit deinem Aufstieg bist du viel mehr Schatten geworden als er jemals geben kann also ist er erst einmal dir.... denn er trägt ein Stück von dir und damit ist er dir ...
... und du hast ihn dir verdient."

_________________
Image
Animated originals by Dusan Cezek

Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. - Salazar

Es ist immer noch Zeit für einen allerletzten Moment. - Der Tod


17 Sep 2011, 13:05
Report this post
Profile WWW
Display posts from previous:  Sort by  
Reply to topic   [ 13 posts ]  Go to page 1, 2  Next

Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 3 guests


You can post new topics in this forum
You can reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot post attachments in this forum

Search for:
Jump to:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Designed by ST Software for PTF.