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Bitte benutzt zum Hochladen von Grafiken eine externe Seite, wie z.B. imageshack.us und hängt sie nicht einfach als attachements dran, wenn es irgendwie geht! Sonst sprengt das bald unseren Webspace und ich muss anfangen Sachen zu löschen.



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 OOC: Fanfiction 
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Joined: 13 Oct 2009, 00:42
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Jau, das "ooc" habe ich mal davor geschrieben, weil die Stories mit Aion nichts zu tun haben, es ist zum Teil uraltes Gedöns von meiner Festplatte.
Aber ich werde über unsere Welt sicher auch noch ein paar Zeilen verfassen (mein "point of view" von dem einen Prügelabend steht ja auch noch aus, es ist auch quasi fertig, aber...mmhmh blöde Levelsucht *lach*)

~
"Ewig ist das Wie"

Voller Aufmerksamkeit verfolgte der Tyrannosaurus rex aus dem sicheren Versteck, das er sich gesucht hatte, die Herde. Tonnen um Tonnen voll heißem, festem Fleisch, heißes, köstliches Blut, das durch die behäbigen Körper pumpte, heißes Futter. Fleisch. Seine kleinen Augen beobachteten die ahnungslosen Pflanzenfresser, die dicht beieinander standen, suchten nach einem schwachen Glied in der Kette, einem Opfer. Er dachte mit seinen Zähnen, denen es nach einem hilflosen Jungtier verlangte oder aber nach einem, das alt war und schwach, nicht fähig zu fliehen.
Der Tyrannosaurus rex merkte nicht, wie sich mit trägem, leisem Gesumm ein Moskito auf seinem Körper nieder ließ. Der Moskito brauchte Blut, im Verhältnis zu dem riesigen Tier, auf dem er saß, eine verschwindend geringe Menge. Er war so klein und unbedeutend, dass das gefährlichste Raubtier der Kreidezeit nicht einmal merkte, dass es in gewisser Weise selbst gerade benutzt, benötigt, gefressen wurde.
Der kleine Parasit labte sich an seinem Opfer, das bald aus dem Dickicht hervorbrechen sollte, um brüllend die ahnungslosen Alamosaurier anzufallen. Nachdem er seinen Bedarf gestillt hatte, erhob er sich und flog davon, über einen Sumpf mit riesenhaften Krokodilen, über den Dschungel, fort. Warum er ausgerechnet auf diesem einen Baum zum sitzen kam, wusste der Moskito wohl selbst nicht, er begriff auch nicht, dass das träge fließende goldbraune Baumharz, das ihn bald umschließen würde, sein Tod war. Aber so kam es und der Moskito, hirnlos aber mit bester Nahrung versorgt, starb und wurde für die Ewigkeit konserviert.

Es war kalt wie immer, die Frauen sammelten Gräser und Körner, die Alten und Schwachen, die diesen Winter nicht mehr erleben würden, hüteten das Feuer, so lange sie noch durften. Wer schwach war und für die Gemeinschaft nutzlos, der war es nicht wert, gefüttert zu werden. Nur die Starken, die Geschickten, blieben am Leben.
Mit kleinen, schwarzbraunen Augen hinter deren ausgeprägten Wülsten betrachtete der Mann den lohfarbenden Klumpen in seiner Hand. Seine breite Nase schnüffelte, die Nasenflügel bebten. Der aus gegerbtem Fell bestehende Umhang machte ihn unförmig. Eigentlich hatte er überhaupt keine Zeit, sich den Klumpen anzusehen, auch wenn er schön war, ein Schmuckstück. Goldbraun, hart, dennoch sehr leicht, in der Mitte war ein schwarzes Ding eingeschlossen, eines von diesen lästigen Tieren, deren Stiche sich entzünden- und den Tod bringen konnten. Ein schönes Ding, aber vollkommen wertlos, man konnte weder Pfeilspitzen noch ein Beil daraus fertigen und so schleuderte der Mann seinen Fund mit einem Grunzen fort ins Unterholz und vergaß bereits, dass er das Schmuckstück je besessen hatte, stattdessen beugte er sich vor und fuhr fort, mit der unendlichen Geduld und einer Geschicklichkeit, die zwanzigtausend Jahre später verlernt sein sollte, den schwarzweißen Feuerstein in eine Waffe zu verwandeln, die spitz und robust genug war, um Mammuts den Tod zu bringen.
Er war gut in dieser Arbeit und sein Beil war ein Meisterwerk. Er würde es bis zu seinem Tode bei sich tragen, einem Tode, der noch mehr als einen Winter warten musste. Er war stark und nützlich für die Gemeinschaft.

Eine junge Frau, einundzwanzig Jahre alt, stand vor ihrer Glasvitrine, die sie damals noch für DM bekommen hatte, heute zahlte man mit Euro. Nicht, dass sie die Vitrine selbst gekauft hätte, die war ein Geschenk. Im untersten Fach fand sich nutzloser Schund, der anderswo keinen Platz bekommen hatte: eine abgestandene Parfumflasche, eine zerrissene, billige Kette, die Nickel enthielt (und sie hatte eine Nickelallergie), ein kleines Holzdöschen, das sie mal auf dem Flohmarkt gekauft hatte, ohne aber zu wissen, wofür.
Das oberste Fach war leer bis auf ein paar vergessene Schulhefte mit wirren, kindlichen Kurzgeschichten, aber das mittlere, über dem Schundfach und unter dem Schulfach, enthielt eine Sammlung von Edelsteinen und Halbedelsteinen, hübsche Kinkerlitzchen wie Rosenquarz, Tigeraugen, ein kleiner Amethyst, Bergkristall.
Dazwischen, ohne ersichtliche Ordnung, fanden sich Fossilien: Ammoniten, Belemniten, versteinerte Muschelabdrücke. Und wiederum dazwischen lagen Pfeilspitzen und Abschläge aus Feuerstein, sogar ein einzelnes Beil. Diese uralten Relikte aus der Vorzeit sammelte die junge Frau in Dänemark auf einer kleinen Insel, auf der sie häufig Urlaub machte. Es war für sie faszinierend, sich mit einem Fund auf einen Stein am Strand zu setzen und nachzudenken, sich fort zu träumen aus ihrem Leben, das bis auf einige negative Stationen gar nicht mal so schlecht lief und sie trotzdem kreuzunglücklich machte.
Sich vorzustellen, wie es gewesen sein musste: damals, vor tausenden von Jahren. Wilde Natur, nicht gezähmt und unter Beton erstickt wie heute. Keine Gesetze, kein Radio, keine schlechten Mathematikklausuren, kein tristes Gefühl von Leere und Nutzlosigkeit, der Frage, ob der gewählte Beruf etwas taugte, ob man selbst etwas taugte.
Es musste eher eine Zeit des Handelns gewesen sein, rohe Praxis statt lähmender Theorie, wer nicht wagt, der stirbt, für Selbstzweifel keine Zeit, weil das Feuer nicht ausgehen durfte, weil die Winter lang und kalt waren und es keine bequemen Heizkörper und heißen Glühwein gab. Oft saß also diese junge Frau am Strand, betrachtete sich die gefundene Pfeilspitze und grübelte, wie es gewesen sein könnte. Manchmal meinte sie fast, neben einer geduckten, grobschlächtigen, aber nicht unbedingt groß gewachsenen Gestalt zu stehen, die da auf einem umgestürzten Baumstamm saß und ganz vorsichtig, ganz geduldig diese Waffe aus Stein schuf, die sie jetzt gerade zwischen den Fingern drehte. Die vielleicht einmal in die Flanken eines Raubtiers eingedrungen war. Die auf jeden Fall vor ungezählten Jahren von einem Menschen gemacht worden war, der einer völlig anderen Epoche angehörte und schon lange tot war.
Dann fragte sich die junge Frau weiter, ob dem Besitzer der Pfeilspitze wohl auch solche Gedanken gekommen waren: Was wird irgendwann aus meiner Waffe, wer bekommt sie und denkt darüber nach?
Es war sehr surreal.
Die junge Frau spielte an einem ihrer zahlreichen Ohrringe. Ihr Vater fand die Anzahl schon recht ekelhaft, sechs am linken Ohr und fünf am rechten, aber das war ihr egal. Schließlich verließ sie das Zimmer, in dem die Vitrine stand, seufzte und schenkte sich lustlos etwas zu trinken ein, nicht, weil sie durstig war, ihr war nur langweilig. Das triste Gefühl von Leere und Nutzlosigkeit war wieder da.

Ein Wesen, das man nicht mit Armen, Beinen und Kopf beschreiben konnte, ließ das uralte Fundstück vor den fünf schillernden Punkten schweben, durch die es gleichzeitig nach oben, unten, vorne und hinten sehen und auch Gedanken lesen konnte.
Nachdem dieser verbrannte und hässliche Planet wieder einigermaßen aufgebaut worden war, konnte man sich hier auch eine Wohnung zulegen, ohne sich ob seines gewählten Heimatortes schämen zu müssen. Und wenn dem doch so war, konnte man immer noch binnen einer halben Sekunde zurück.
Das Wesen ließ das Fundstück kreisen und betrachtete es näher. Ein roter Ring mit einer schwarzen Katze, für die weiblichen Bewohner der –so nannten sie sich wohl selbst- Rasse Homo sapiens gemacht, die diesen Planeten vor vierzig Millionen Jahren zerstört und zuvor besiedelt hatten. Seine hoch entwickelten Hirnfunktionen ermöglichten es dem Wesen, sämtliche Informationen über den Fund heraus zu lesen, Rückschlüsse, Zusammenhänge und Logik zu finden, so haargenau, dass es seine Fähigkeiten des Gedankenlesens kaum gebraucht hätte.
Der Ring hatte einem weiblichen Vertreter dieser Gattung gehört. Die Kreatur war mit zweiundzwanzig Jahren gestorben, Selbstmord durch einen Sprung vor ein Transportmittel, genannt Zug.
Sie war nicht allzu hübsch gewesen, farblos, unspektakulär, schlicht. Hatte trotz Anwandlungen von Misanthropie mit zum Teil behinderten Kindern gearbeitet. Mutter und Vater, ein drei Jahre jüngerer Bruder. Geburtsort: Europa, Deutschland, eine Stadt namens Bremen.
Das Wesen betrachtete das Schmuckstück der Toten mit Interesse und fügte es dann seiner Sammlung hinzu. Es war schön zu sehen, dass ein paar interessante Artefakte die Vernichtung der Erde überstanden hatten. Und während das Wesen davon schwebte, überlegte es nur ganz flüchtig, ob es ebenfalls zu dem ewigen Kreislauf gehörte. Ob vielleicht irgendwann jemand kommen würde und über die Vergangenheit nachdenken würde.
Es war sehr surreal.


15 Oct 2009, 22:43
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~Ein Pen & Paper-Abend in Hamburg...~

Tagebucheintrag von Laylin Nevasca, elfischer Schwertmeister aus Barsaive

Die Sache mit den Schatzkarten

Tag: Vergessen, aber einer ist so scheußlich wie der andere.


Wir lungerten an diesem Abend in einer Taverne herum und waren verzweifelt. Wirklich verzweifelt.

Eine nutzlose, gefälschte Schatzkarte und nichts zu essen im größenteils verloren gegangenen Gepäck, das war es, was wir momentan besaßen. (Nicht viel, wie ich finde)

Ich trank missmutig meinen dritten Humpen Met (meine Gruppenmitglieder versicherten mir oft, sie hätten noch niemals einen derart alkoholabhängigen und trinkfesten Elfen gesehen) und schlug dann plötzlich reflexartig nach unten, als mich etwas am Bein berührte. Ein kleines Kind, die Augen groß und blau vor Heldenverehrung (womit hatten wir uns die bitteschön verdient?) und ich wollte mich schon demonstrativ wegdrehen, als es mich ansprach: „Bist du ein Heeeeeld?“

Wunderbar. Das wollte ich nach einem regnerischen Tag, an dem ich meine gesamte Ausrüstung im Wald vergessen hatte, unbedingt hören.

Ich knurrte: „Nein.“

Und Ferais, unser T’skrang-Luftpirat (wir rätseln immer noch, ob es nun ein Er oder eine Sie ist) bekam diesen ganz bestimmten Blick, für den ich ihn/sie manchmal erwürgen könnte, denn er ist für gut jedes zweite Schlamassel verantwortlich, in das wir bisher geraten sind. „Oh ja, und ob er das ist. Laylin ist ein ganz groß-ar-ti-ger Held!“

Ich brummte unverbindlich und trank ein Glas Umbria.

Das Mädchen wandte sich nun Ferais zu: „Wie wird man denn ein Held? Kann ich das auch werden?“

„Held sein ist ein undankbarer Beruf und die meisten Helden werden von Drachen gefressen, du…“ weiter kam ich nicht, da schlug mir Ferais schon eine Klaue vor den Mund und grinste so breit, dass er sich vermutlich mit etwas gutem Willen eine Selleriestange ins Maul hätte schieben können. Quer, versteht sich.

„Zuerst,“ erklärte er zwinkernd, „brauchst du eine Schatzkarte…!“

„Ähm…,“ machte Tariel, unsere Schützin. Zack, der Ork, kraulte sein Hündchen. Der Zwerg, dessen Namen ich durch das Gebrummel und den Bart nie verstanden hatte, tat so, als würde er uns nicht kennen (kluger Mann) und Mistral, ebenfalls ein T’skrang, beobachtete mit größtem Interesse eine imaginäre Fliege an der gegenüberliegenden Wand.

Das Mädchen wirkte allerdings mehr als begeistert. „Eine Schatzkarte? Wo kann ich die kaufen? Wo kriegt man sowas?“ wollte sie eifrig wissen und Ferais zog mit großer Geste und einem gönnerhaften Lächeln unseren wertlosen Papierfetzen aus der Tasche.

„Du…,“ versuchte ich es noch einmal und diesmal bekam ich einen Tritt gegen das Knie. „Rein zufällig habe ich eine ganz aus-ge-zeiiichnete Schatzkarte im Angebot,“ säuselte Ferais und beobachtete zufrieden, wie die Kleine das Pergament beinahe gierig anstarrte.

„Ich gebe dir mein ganzes Taschengeld!“ rief sie hektisch, fummelte in den Tiefen ihrer Röcke und präsentierte uns dann ganze vier Kupfermünzen.

Ich war wirklich nicht erstaunt, dass dieses rotgeschuppte Schlitzohr dem Handel ohne zu zögern zustimmte.

Ein Windling, der uns die ganze Zeit über beobachtet hatte, schwirrte nun an unseren Tisch herüber und rieb sich geschäftig die Hände. „Habt ihr zufällig noch weitere Karten zu verkaufen?“ fragte er. Ich bekam nicht einmal ansatzweise die Chance für eine Antwort, da zischelte Ferais schon bedeutungsvoll: „Natürlich haben wir das.“ (Warum habe ich nicht auf meine Mutter gehört, als sie mir sagte, ich solle mir andere Spielkameraden suchen)

Der Windling hob eine Braue und Ferais senkte die Stimme: „Wir haben sogar noch etwas viel Besseres als gewöhnliche Schatzkarten. Wir haben…unsichtbare Schatzkarten!“ (das Mädchen, ihres Zeichens angehende Heldin, war inzwischen verschwunden und bekam diese Worte nicht mehr mit)

Ich spielte indes ernsthaft mit dem Gedanken, meinen Humpen zu nehmen und zuzuschlagen. T’skrang-Köpfe dürften eigentlich nicht unzerstörbar sein.

Der Windling geriet bei Ferais‘ Worten ganz aus dem Häuschen. „Was? Wirklich? Das ist wunderbar, großartig! Ich kaufe eine! Nur leider…,“ sein Gesicht nahm einen betretenen Ausdruck an, „…habe ich kaum Geld. Wie wäre es denn stattdessen mit einem magischen Artefakt?“

Nun schauten sogar Mistral und der Zwerg auf.

Der Windling griff sich in eine abgewetzte Brusttasche und holte das Artefakt hervor.

Einen ganz gewöhnlichen, alles andere als magisch aussehenden und nicht einmal besonders wohlgeformten Tannenzapfen.

Ich leerte mein Glas in einem Zug. Schnell.

Ferais‘ Augen leuchteten auf: „Gemacht, mein Herr. Gemacht!“ er legte etwas, das zumindest ich nicht sehen konnte, vor sich auf den Tisch und der Windling schob ihm den Tannenzapfen hin. Begeistert holte der Luftpirat seine überlange Pfeife aus dem Rucksack, stopfte den krümelnden Tannenzapfen hinein, zündete ihn an und rauchte das Ding.

„Alle bescheuert,“ murmelte ich. „Alle.“

Der Windling verabschiedete sich von uns und ich merkte allmählich die Wirkung des Alkohols, allerdings noch nicht stark genug, um diesen Abend wirklich zu verkraften. So schlurfte ich zum Tresen und der Zwergenwirt fragte mich freundlich: „Was darfs denn sein, junger Freund? Ein Gläschen hier von,“ er hielt eine Flasche mit rotem Wein in die Höhe, „oder lieber ein Tropfen von dem hier?“ eine andere Flasche. „Beides,“ erwiderte ich prompt und kehrte mit zwei gut gefüllten Gläsern an den Tisch zurück.

Dummerweise hatte ich nicht gefragt, worum es sich bei dem „Von dem hier“ handelte, und Minuten später war ich so sturzbetrunken wie nie zuvor in meinem Leben. (An dem Abend drehte sich Barsaive um die Sonne und gegen den Uhrzeigersinn…oder so ähnlich)

Kichernd und giggelnd bot ich dem Ork auch etwas von dem Gebräu an, und der große starke Kerl, der mindestens zwei Köpfe größer war und vermutlich das Doppelte wog, war noch viel schneller voll.

„Komma her,“ röhrte Zack und schloss mich in die Arme, „mein Froind.“

„Du warst mir…hicks…von dem ganzen Sauhaufen immer der Liebste!“ gab ich voller Inbrunst zurück und klammerte mich an seinen Hals.

Tariel ignorierte alle inneren Stimmen der Vernunft und trank ebenfalls von dem Zeug. Später begannen wir eine Polonaise und verließen lautstark und nackt die Taverne.

Unnötig zu sagen, dass ich am nächsten Morgen (der übrigens mit einem heftigen Zweikampf zwischen Tariel und Zack um die letzte Flasche geklauten Umbrias begann) mit meiner ganzen Autorität und einem mörderischen Kater darauf bestand, dieses Dorf für mindestens zehn Jahre zu meiden.

Ja, wir sind wirklich eine großartige Heldentruppe.


~Laylin Nevasca~


15 Oct 2009, 22:44
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hab den Ersten Teil gelesen, ist voll cool :)

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20 Oct 2009, 15:12
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ich habe den 2. gelesen und einen grinsekrampf bekommen, echt klasse!

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"Hier hast du einen Apfel und eine Knarre. Red nicht mit Fremden, erschieß sie!"


20 Oct 2009, 18:28
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:lol: der zweite teil war auch cool :lol:

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21 Oct 2009, 13:41
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(( Danke euch :) ))

Für meine Warhammerleute...

Wenn der Blutnacht Stunde schlägt
Und ein Wind von Unheil weht
Wenn Mütterherzen heftig schlagen
Und sie keinen Blick zum Fenster wagen
Dann kommen die Jungfern im Schatten leis‘
Kinderseelen sind ihr Preis.
Sodann wird noch in jener Nacht
Ein Ritual zu Ehren Khaines erbracht
Auf dass hundert Kinder sterben
Und einer geboren wird um zu erben
Die Macht des Blutbefleckten Gottes.


Ist dann ein Leben des Lernens gelebt
Hat der Wind erneut geweht
Wird aus dem reinen Elfenherzen
Ein Diener von Blut, von Schatten und Schmerzen
Bereit für diesen ewigen Krieg
In den es die Herren der Zerstörung zieht.

Jener Kreis ist niemals geschlossen
Die Saat des Sieges noch nicht gesprossen
Der stetige Kampf zwischen Schatten und Licht
Einmal gewinnt man, einmal gewinnt man nicht
Bis dahin
Habt ihr eure geweihten Kinder wieder
Flieht schon oder streckt sie nieder
Denn nur mehr Hass fließt durch ihre Adern
Ohne zu zögern
Und ohne zu hadern
Rauben sie auch euch die Seele.

So spinnt sich meine Geschichte zur Unendlichkeit
Bald ist es dann erneut soweit
Wenn wir uns auf dem Schlachtfeld wiedersehen
Ordnung und Zerstörung sich gegenüber stehen
Wenn Stahl mit Magie ein Kriegslied webt
Und über allem ein Hauch von Unsterblichkeit schwebt
Bist auch du ein Teil dieser Welt.


22 Oct 2009, 02:33
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*snieft*

Das ist wirklich sehr melancholisch. Ich kann ja ums verrecken keine Gedichte schreiben. Daher finde ich das hier eine sehr beeindruckende Leistung.

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May Heaven smile and the Devil have mercy.

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Banner und Avatare von mr gibt's hier. ^^ Traut euch.


22 Oct 2009, 07:23
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*seufz* Das hast Du echt toll geschrieben *liebt Gedichte* *Daumen hoch*
Würd' mir ja auch mal wieder mehr Muse wünschen, zum Schreiben. Seit die Kinder da sind mach ich das gar nicht mehr... Hab früher sogar Songtexte geschrieben. Leider ist mein "Gekritzel"-Büchlein bei einem meiner vielen Umzüge in den letzten Jahren verloren gegangen. *schnief*
Hier ist noch ein "Geschwisterliebe-Werk" aus ruhigeren Tagen *g*


When your sorrows form nails
Digging into your skin,
Leaving wounds for the whole world to see.
When your whole life seems fake,
And your fortune’s at stake
Be sure you can count on me.

I’m not all that strong,
And I’m not even brave,
And I can’t change what you have been through.
But remember, my fair,
That in times of despair,
I’ll always be right here with you.

I love You.


Ja, ich hab nen Faible für die englische Sprache... ist einfach schön...


22 Oct 2009, 09:53
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Ich LIEBE Stephen King, und "The Stand" ist ja wohl das beste Buch überhaupt ;) also... *verneig*:

Der Dunkle Mann,

Auch Wandelnder Geck


Mag den Job des Schicksalsbringers.


Leben löscht er aus ganz keck,

Fernsehen gibt es nie wieder.


"Nenn' mich einfach Randy Flagg.",

sagt er und macht sich schwebend


Cibola's Sonne brennt vom Himmel nieder.


Der Dunkle Mann,

hält Viren in den Händen.


Im Garten verblüht der letzte Flieder


Captain Trips steckt Mommy und Daddy an.


"Baby, can you dig your man?",

Larry Underwood singt Lieder


Auch wenn das alles von damals ist.


Und


"Mein Leben für dich!",

Mülli hält sein Versprechen


Er bringt die Große Bombe


Alles glüht im Abendlicht.


22 Oct 2009, 12:42
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~Es lebe die Ehe~

„Hast du die Mülleimer rausgestellt?“ fragte sie halb abwesend, während sie ein Handy unters Kinn klemmte, mit der linken Hand die Milchpackung aufschraubte und mit der rechten eine eMail-Adresse auf ein zweckentfremdetes Zewatuch schrieb.


„Wolltest du das nicht machen?“ gab er kurz angebunden zurück und verschanzte sich weiterhin hinter der ausgebreiteten Zeitung- ein Bollwerk aus Papier.


Sie warf ihm einen vernichtenden Blick zu und unkte in höchstem Falsett, ihn nachäffend: „Mach‘ ich morgen früh, jetzt ist Fußball. Ich steh‘ um sieben auf.“


Er ließ einen knurrigen Seufzer vom Typ ‚Verdammtes, nervendes Weibsvolk, sieht nie, wann Mann beschäftigt ist, geh mir nicht mit diesem trivialen Scheiß auf die Eier, bitte!‘ hören.


Etwaige hitzige Worte ihrerseits wurden um zwei hektische Minuten verschoben, als sich ihr Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung meldete. Es folgte ein scheinbarer Monolog, gefüllt mit viel „Ja“, „Mhm-mhm“ und „Ja, sicher“. Dann legte sie das Handy weg und starrte ihn an: „Die Müllabfuhr kommt in fünfzehn Minuten. Es ist viertel vor acht.“


Er seufzte abermals, diesmal grimmiger. „Herr des Himmels…!“


„Ich finde das wirklich scheiße!“ zischte sie mit blitzenden Augen. „Mach ich morgen, mach ich nachher. Nichts machst du. Hast du wenigstens das Hemd raus gelegt, das ich bügeln sollte?“


„Ich zieh das Rote an.“


Kurzes Schweigen. Sie goss sich Milch in die Tasse, so herrisch, dass die Flüssigkeit ein wenig überschwappte.


Er schwieg nachdrücklich, die einzigen Geräusche waren das Ticken der Küchenuhr und das leise Rascheln, wenn eine Zeitungsseite umgeblättert wurde.


Sie stellte die Tasse beiseite und verschwand im Badezimmer. Kurz darauf ertönte das leise Fauchen eines Föhns.


Er ließ sein Frühstücksbrett, das benutzte Messer und die noch zu einem Drittel gefüllte Kaffeetasse achtlos auf dem Tisch stehen (wer das Geschirr wegräumte, vielleicht die Frühstücksbrettfee oder aber seine Frau, war ihm nicht bewusst, er dachte nicht einmal an solch profane Dinge) und ging ebenfalls ins Bad.


Sie stand gebückt da und föhnte sich die kurzen, blonden Haare, ohne beim leisen Quietschen der Tür auch nur einmal aufzuschauen.


Er schob sich mit einem ostentativen Knurren/Seufzen an ihr vorbei, obwohl das Zimmer breit genug für Beide war. Dann griff er nach den bereits gestern getragenen Hosen und seinen Socken, die zusammen mit der Unterhose ein unordentliches Bündel vor der Badewanne bildeten. Die Wanne selbst war ebenfalls mit Kleidungsstücken gefüllt.


Sie warf ihr Haar zurück und stellte den Föhn ab. Legte ihn weg. Griff nach dem Schaumfestiger. „Der Spiegel sieht aus…“, bemerkte sie mit kalter Missbilligung, ohne ihn anzusehen. Sie hatte Recht: Wasserflecken und zig Zahnpastaspritzer, die an Sommersprossen erinnerten, verunzierten das Glas.


Er zog die schwarze Hose mit den Bügelfalten über die Hüften. Bürooutfit.


„Ist das so schwer, einmal eben einen Lappen zu nehmen und drüber zu wischen?“ sagte sie unfreundlich.


„Herr des Himmels!“ giftete er wieder. „Hast du deine Tage, oder was?!“


„Immer muss ich deinen Scheiß wegräumen! Mit dir kann man überhaupt nicht reden, ohne dass du gleich an die Decke gehst!“


„Ja, wenn du das so siehst“, sagte er in seinem typisch-abfälligen ‚Ich bin über jeden Zweifel erhaben‘-Tonfall, jenem, der sie systematisch zur Raserei trieb, wie seit nunmehr fast 25 Jahren.


„Du brauchst gar nicht mit mir zu reden, als könnt‘ ich nicht bis drei zählen!“


„Schrei‘ mich gefälligst nicht an, ja!“


„Ich schreie nicht“, schrie sie zurück.


Er verdrehte vielsagend die Augen, verzog vor Verachtung das Gesicht und schlüpfte in seine Socken. „Altersstarrsinn“, sagte er höhnisch in Richtung Wand. (sie war fünf Jahre jünger als er)


Sie verließ das Badezimmer und ging in die Küche zurück, der Schaumfestiger stand geöffnet, aber offensichtlich vergessen auf dem Rand des Waschbeckens.


Er folgte ihr und sah gerade, wie sie mit einem unnötig heftigen Ruck die Spülmaschine schloss. Der Küchentisch war, bis auf ein paar Brotkrümel, leer. „Christian und Mareike kommen am Sonntag zum Fußballgucken. Die schlafen hier“, verkündete er knapp.


„Ist ja schön, dass ich das auch mal erfahre.“ Sie drehte sich ruckartig zu ihm um. „Geht ihr zum Chinesen?“


„Christian fragte, ob du wieder diese Maissuppe machen könntest.“


Dafür hatte sie nur ein abfälliges Schürzen der Lippen übrig. „Ich bin am Sonntag mit Kathrin verabredet. Maissuppe ist aber nicht schwierig, wir haben alles im Haus.“


Er wurde sofort wütend. „Vergiss es“, fauchte er, obwohl er niemals eine direkte Frage gestellt hatte, „wir fahren zum Griechen oder so!“


„Für dich ist immer alles selbstverständlich!“ fauchte sie zurück. „Du kümmerst dich einen Scheiß, aber wenn du irgendwas brauchst, müssen immer alle springen. Rasen gemäht hast du auch nicht, das wolltest du seit zwei Wochen machen!“


Diesmal konnte man das Geräusch, das er voller Inbrunst ausstieß, nicht mehr als gereizt beschreiben, es war schier gequält vor Verachtung und Ungeduld. „Ich werd zehn Stunden am Tag mit Scheiße vollgelabert, dann komm ich nach Hause und will einmal meine Ruhe…“


„…du BIST noch zu Hause!“


„Lässt du mich mal bitte ausreden?! Ich hasse das, immer dieses ins Wort quatschen!“


Sie starrten sich an, 25 Jahre verheiratet, sie mit blond gefärbtem Haar, er mit ergrauten Schläfen. Sie hatte überall kräftig zugelegt, mindestens Konfektionsgröße 48, er schob nur einen riesigen Bauch vor sich her. Alkohol. Viel Alkohol.


Wütend um Fassung ringend, wandte sie sich zur Obstschale, nahm einen Apfel heraus. Öffnete den Besteckkasten. Öffnete den Küchenschrank und suchte nach einem kleinen Teller.


Er riss den Kühlschrank auf und holte zwei Becher Joghurt mit Kirschgeschmack heraus. Die Flaschen im Kühlschrank klirrten protestierend.


„Du musst noch deinen Scheiß für diese Buchzeitschrift überweisen“, bemerkte sie unzusammenhängend und mit vor Wut knirschender Stimme, wobei sie den Apfel in Spalten schnitt.


„Du bist genau wie deine Mutter!“ knurrte er entnervt. Ein heikles Thema, hatte sich die besagte Mutter (pflegebedürftig und undankbar dafür) doch in den letzten Jahren zu einer krächzenden Ausgeburt an Herrschsucht und Besserwisserei entwickelt. (obwohl sie beide arbeiten gingen, lag es an ihr, das ewig nörgelnde, mit sich selbst und der Welt hadernde Geschöpf ein Stockwerk höher am Leben- und bei Laune zu halten. Er war dafür recht gut im Computerspiel ‚World of Warcraft‘)


Sie säbelte verbissen an ihrem Apfel herum und sagte nichts.


Er grunzte entnervt. „Ich muss los. Vergiss die Mülltonnen nicht.“ Sprach’s und verließ mit den Joghurtbechern die Küche, um sich im Flur seine glänzenden, schwarzen Lederschuhe anzuziehen. Bürooutfit.


Sie starrte auf ihren zerschnittenen Apfel herab, ohne ihn zu sehen. Stattdessen sah sie das scharfe Küchenmesser in ihrer Faust. In einer Faust, die den Messergriff so fest umklammerte, dass die Knöchel ihrer Hand trotz der dicken Wurstfinger weiß hervortraten. In einer Faust, die sich seit nunmehr gut 25 Jahren ballte, aber nicht mehr als das. Sie kniff die Lippen zusammen und nahm das Messer. Dann folgte sie ihm in den Flur.


22 Oct 2009, 12:44
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